Jazz-Gitti: "GGL widmet sich einem Thema, das auch mir sehr wichtig ist: Der Bedrohung der Menschen durch Landminen. Ich bitte sie, schauen sie nicht weg - DENN DIESE ERDE GEHÖRT UNS ALLEN!"
Die Folgen eines Minenunfalls sind für Verletzte und ihre Familien dramatisch
Physische Auswirkungen
Eine Mine tötet oder führt schwere Verletzungen herbei. Sehr oft kommt es zum Verlust einer oder mehrerer Gliedmaßen, des Sehvermögens oder des Gehörs. Derart schwere Verletzungen beeinflussen nicht nur das Leben der Opfer, sondern auch das ihrer Familien und ihrer Umgebung. Minenverletzungen verheilen nur sehr langsam.
Ökonomische Auswirkungen
Die Verletzung macht meist eine Weiterführung des bisherigen Lebens unmöglich: der Beruf kann häufig nicht mehr ausgeübt werden. War der/die Verletzte ein/e AlleinverdienerIn, steht die ganze Familie vor dem ökonomischen Ruin. Ist der/die Verletzte ein Kind oder ein anderes Familienmitglied, so braucht er/sie kostspielige medizinische Betreuung und Sonderpflege und bindet somit die Mittel der Familie. Die Wiedereingliederung des Opfers in das normale Leben kann – wenn überhaupt möglich – jahrelang dauern.
Psychologische Auswirkungen
Ein Minenopfer muss täglich mit dem eigenen Schicksal kämpfen: um Geld, soziale Akzeptanz, um ein normales Leben. An dieser Belastung zerbrechen manchmal sogar familiäre Bande – eine ständige Auseinandersetzung mit finanziellen Problemen gekoppelt mit Behindertenpflege auf der einen Seite und die (Selbst)vorwürfe über die Misere, die das Minenopfer über die Familie gebracht hat, führen zu schwersten Krisen. Das Opfer verliert oft sein Selbstvertrauen und seinen Stolz. Manche begehen aus Verzweiflung Selbstmord.
