GGL-Austria hilft:
Minenfreie Verkehrswege, minenfreies Land im Südsudan
Über 20 Jahre lang dauerte der gnadenlose Bürgerkrieg zwischen dem christlich geprägten Süden des Sudans und dem muslimisch dominierten Norden. Mehr als 2 Mio. Menschen verloren ihr Leben, 4 Mio. mussten in die Nachbarländer flüchten. Seit 2005 herrscht endlich Frieden.
Das im Jänner 2011 durchgeführte Referendum zeigte mit fast 99% JA-Stimmen eindeutig, dass die Südsudanesen die Gründung eines eigenständigen Staates wünschen. Sie wird von der sudanesischen Regierung akzeptiert und von der UNO und der Mehrzahl der Staaten der Welt unterstützt.
Am 9. Juli 2011 erfolgte die Unabhängigkeitserklärung des Südsudans.
Tausende Flüchtlinge kehren in ihre Heimat zurück, was die neue Regierung vor große logistische Probleme stellt: Häuser und zum Teil ganze Dörfer sind zerstört, die Ländereien vermint, die wirtschaftliche Basis für eine nachhaltige Neu-Ansiedlung besteht noch nicht. Die Flüchtlingsfamilien müssen zu ihrer Sicherheit an der Grenze aufgefangen und in temporären Lagern untergebracht werden, bis die Rückführung in ihre entminten Dörfer möglich ist.
Das „Sudan Integrated Mine Action Service“ (SIMAS) hat von der Regierung einen Auftrag für die mechanische Entminung des Grenzgebietes mit Uganda erhalten. Dort wurde ein Auffanglager für südsudanesische Flüchtlinge, die in den letzten Jahren in Uganda Schutz suchten, errichtet. GGL Austria unterstützt die Minenräumung durch SIMAS finanziell.
Der Südsudan trat am 11.11.2011 als 158. Staat der internationalen Minenverbotskonvention bei. Ein wichtiger Schritt für ein Land, das zu den am schlimmsten verminten Regionen weltweit zählt! 4.283 bekannte Unglücksfälle durch Minen und Blindgänger wurden von 1964 bis Ende 2010 registriert.



