Jazz-Gitti: "GGL widmet sich einem Thema, das auch mir sehr wichtig ist: Der Bedrohung der Menschen durch Landminen. Ich bitte sie, schauen sie nicht weg - DENN DIESE ERDE GEHÖRT UNS ALLEN!"
Die Folgen:
Die Folgen der Kontaminierung von ganzen Regionen durch Antipersonenminen sind vielfältig und dramatisch:
• Der Tod eines Familienmitgliedes birgt neben dem offensichtlichen Verlust weitere schwerwiegende Konsequenzen. Stirbt der Ernährer, drohen Hunger, sozialer Abstieg oder auch Tod der Hinterbliebenen.
• Durch Verwundung und Verstümmelung betroffene Minenopfer müssen betreut und ernährt werden, sie fallen in weiterer Folge häufig als Arbeitskräfte aus. Medizinische Hilfe, Rehabilitation und Wiederintegration in die Arbeitswelt ist oft nicht mehr möglich oder erfordert zusätzliche finanzielle Mittel, ist besonders für die ärmsten Staaten eine unbewältigbare Herausforderung.
• Menschen leben wie in einem „Minenkäfig“ und dadurch in ständiger Lebensgefahr und unter massiv eingeschränkter Bewegungsfreiheit. Gravierende Traumatisierungen sind die Folge.
• In vielen Ländern können landwirtschaftliche Flächen nicht genutzt werden. Verminte Felder und Weiden lassen keine Produktion von Nahrungsmitteln zu. Verminte Wälder erlauben keine Sammeltätigkeiten (Holz, Pilze, Früchte). Somit bleibt die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln unzureichend. Unter den im Jahr 2009 rund 4000 bekannten Opfern, fanden sich viele, die ihre Familien vor dem Hungertod bewahren wollten, und ihr vermintes Land trotz der Gefahr bewirtschafteten. Die Dunkelziffer der Minenopfer ist weitaus höher.
• Betroffene wichtige Infrastruktureinrichtungen, wie Straßen, Schulen, Spitäler, oder Bahnhöfe, können gar nicht oder nur unter Gefahr für Leib und Leben genützt werden.
• Die Rückkehr von Flüchtlingen ist durch mangelnde Möglichkeit der Eigenversorgung erschwert. Betroffene Länder geraten vermehrt in Abhängigkeit von Außen.
• Erfolgreiche humanitäre Hilfe kann oft erst eingeleitet werden, wenn das Gebiet von Minen gesäubert ist.
Minen verursachen nicht nur unermessliches, individuelles Leid sondern auch eine Schwächung der Zukunftschancen der betroffenen Gesellschaften!




