Mehr als 100 Mio. Landminen in über 70 Ländern
...bedrohen nach Angaben der Vereinten Nationen derzeit das Leben und die Gesundheit unschuldiger Menschen! Mindestens eben so viele sollen noch in den Depots der Militärs bereit liegen.
Sie verursachen nicht nur unermessliches, individuelles Leid sondern auch eine Schwächung der Zukunftschancen der betroffenen Gesellschaften:
Verminte Felder oder Weidegebiete können nicht genutzt werden, und die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln bleibt unzureichend: unter den rund 10 000 – 20 000 bekannten Opfern jährlich sind viele, die ihr Land trotz der Gefahr bewirtschaften wollten, weil ihre Familien sonst verhungert wären. (Viele Unfälle werden nicht registriert, weil sie in abgelegenen Regionen geschehen – fernab von Hilfsorganisationen oder Kommunikationseinrichtungen.)
Wichtige Infrastruktureinrichtungen wie Straßen oder Schulen können gar nicht oder nur unter Gefahr für Leib und Leben genützt werden.
Sogar Einsätze von Hilfsorganisationen und die Arbeit der Entwicklungszusammenarbeit werden durch die latente Bedrohung vielfach behindert.
Die Versorgung der überlebenden Minenopfer, ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft und den Produktionsprozess stellt die meist bitter armen Staaten vor schwere Probleme.



