Jazz-Gitti: "GGL widmet sich einem Thema, das auch mir sehr wichtig ist: Der Bedrohung der Menschen durch Landminen. Ich bitte sie, schauen sie nicht weg - DENN DIESE ERDE GEHÖRT UNS ALLEN!"
Mehr Sicherheit für die Menschen in Georgien
Georgien ist seit dem Kaukasus-Krieg von 2008 stark vermint. Menschen, besonders Kinder, leben in täglicher Gefahr. Große Landstriche sind nicht oder nur eingeschränkt nutzbar.
Besonders betroffen sind die Bezirke Gori, Kareli, Chaschuri, Satschere, Senaki, St. Poti und Sugdidi. Die fruchtbare Region am Fluss Ingur gilt als das am stärksten beeinträchtigte Gebiet. Die Sprengfallen machen die Bewirtschaftung der Agrarflächen gefährlich, zum Teil sogar unmöglich. Häufigkeit und Art der gemeldeten Unglücksfälle zeigen, dass rasches Handeln sehr wichtig ist.
Mit dem Projekt „Kampagne gegen die Minengefahr in Georgien“ wird konkret geholfen durch:
• die Aufklärung der Bevölkerung, speziell von Kindern und Jugendlichen, in den betroffenen Bezirken über die Minengefahr,
• die Bildung von örtlichen Jugendgruppen in Form eines „Freiwilligennetzes” für den Austausch von Informationen und die Meldung neuer Vorkommnisse mit Minen. Die Schüler werden zu Wissens-Multiplikatoren auf der Peer-Ebene. Diese rationelle Vorgangsweise erlaubt innerhalb kurzer Zeit ein großer Teil der gefährdeten Kinder zu erreichen. Darüber hinaus geben die Kinder und Jugendlichen die erhaltenen Informationen an Verwandte, Freunde und Bekannte weiter.
• das Anfertigen von Karten verminter Gebiete (Mine-Maps), die später für Entminungen benötigt werden als Basis für spätere Entminungsprojekte und die zentrale Erfassung der Minenopfer und ihrer Bedürfnisse als Grundlage für ein zukünftiges Opferhilfeprojekt.
GGL Austria arbeitet in diesem Projekt mit der Hilfsorganisation ICBL Georgien zusammen (siehe www.icbl.org). Das Gesundheits- sowie das Sozialministerium Georgiens unterstützen das Projekt. Sie ermöglichen den direkten Zugang zu den Zielgruppen und eine flächendeckende Arbeit. Die Österreichische Entwicklungshilfe (Austrian Development Agency) fördert 25% der Projektkosten (siehe www.ada.gv.at). 75% der Projektmittel werden von GGL Austria aufgebracht.




