Hilfe für die Menschen im Kongo
• Ausbildung eines örtlichen Minenräumteams [--> weiter...]
• Ausrüstung der Minenräumteams mit entsprechender Schutzkleidung [--> weiter...]
• Anschaffung zweier komplett ausgestatteter Ambulanzwagen [--> weiter...]
Obwohl es aus der Demokratischen Republik Kongo kaum fundiertes Zahlenmaterial zur Verminung des Landes gibt, ist den Vereinten Nationen bekannt, dass fast alle Teilnehmer des Konfliktes, einschließlich der internationalen Verbündeten, in großem Maße Minen gelegt haben. Auch zahlreiche Blindgänger sind in Gebieten, in denen die Kämpfe stattgefunden haben, verstreut. Minen und Blindgänger sind ein Risiko für die Friedenstruppen und MitarbeiterInnen der Hilfsorganisationen. In hohem Maß ist aber vor allem die lokale Bevölkerung davon betroffen. Niemand weiß genau, wo sich die Sprengfallen befinden, da keine Konfliktpartei Aufzeichnungen über die Lage der gelegten Minen machte. Information und Schulung der Einheimischen über die Minengefahr weist ein großes Manko auf. Langsam beginnt hier ein Umdenken. Entminung und Schulung wird in die Programme der Hilfsorganisationen aufgenommen.
In der Demokratischen Republik Kongo sind die Straßen in einem äußerst schlechten Zustand und darüber hinaus extrem vermint. Humanitäre Hilfe ist derzeit nur über den Luftweg möglich.
GGL Austria unterstützt die FSD (Fondation Suisse de Déminage) bei mehreren Projekten. In Bunia, der Hauptstadt des vom Krieg völlig verwüsteten Distrikts Ituri im Nordosten des Landes, wurde Ende 2003 ein Minenräumungsteam ausgebildet.
Aus 80 Bewerbern wurden schließlich 18 ausgewählt, die dann das vierwöchige theoretische und praktische Ausbildungsprogramm absolvierten. 14 Minenräumer bestanden das Schlussexamen und sind bereits täglich im Einsatz. GGL Austria hat mit 7.000 Euro den Großteil ihrer Ausbildung finanziert.
Für das Minenräumungsprojekt werden aber auch zwei komplett ausgestattete Ambulanzwagen benötigt. Diese wurden Ende des Vorjahres bestellt und sind mittlerweile auch eingetroffen und im Einsatz, obwohl sich der Transport nach Bunia äußerst schwierig gestaltet hat: Die Fahrzeuge wurden beim Internationalen Roten Kreuz in Ruanda gekauft und sollten erst auf dem Landweg überstellt werden.
Das erwies sich aus Sicherheitsgründen jedoch als unmöglich, da Bunia komplett von der Umwelt abgeschnitten ist. So wurden sie mit einem Transportflugzeug von Uganda an ihren Zielort gebracht, was die Kosten deutlich erhöht hat. Nach einigen Zollhürden sind die beiden Fahrzeuge nun seit 1. April 2004 im Einsatz. Die Anschaffung der beiden Ambulanzwagen wurde von GGL Austria mit 12.000 Euro finanziert.
Die Minenräumer in Bunia brauchen aber auch entsprechende Schutzkleidung, die bei ihrem gefährlichen Einsatz im Falle einer Explosion ihr Überleben sicher stellen soll.
GGL Austria finanziert den Kauf von 15 Schutzwesten und Helmen mit rund 8.500 Euro.




