Politische Lösungsansätze
1997 haben sich 143 Staaten im Ottawa-Abkommen verpflichtet, künftig keine Antipersonenminen zu benutzen, zu entwickeln, herzustellen, zu lagern oder anderen zur Verfügung zu stellen. Die Kampagne wurde noch im selben Jahr mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet! Ein großer Schritt, denn erstmals war es humanitären und zivilen Organisationen gelungen, Regierungen zum Verzicht auf eine besonders heimtückische Waffengattung zu bewegen und deren Einsatz weltweit zu ächten.
Auch Österreich ist dem Abkommen beigetreten; das Bundesgesetz über ein Verbot von Antipersonenminen ist seit 1.1.1997 in Kraft.
Ende 2004 unter dem Vorsitz von Wolfgang Petritsch, (Österreichs Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf) in Nairobi die 1. Überprüfungskonferenz zum Ottawa-Abkommen statt, bei der neuerlich eine Deklaration unterschrieben wurde: als Zeichen der Erneuerung ihrer Verpflichtung das Ziel einer Welt ohne Minen und neue Opfer voran zu treiben.


