Jazz-Gitti: "GGL widmet sich einem Thema, das auch mir sehr wichtig ist: Der Bedrohung der Menschen durch Landminen. Ich bitte sie, schauen sie nicht weg - DENN DIESE ERDE GEHÖRT UNS ALLEN!"
Die Thematik
Antipersonenminen bedrohen Menschen in mehr als 83 Ländern. Alle 20 Minuten kommt ein Mensch zu Schaden. Die jährliche Opferbilanz wird pro Jahr weltweit mit mehr als 26.000 registrierten Fällen angegeben, zusätzlich einer hohen Dunkelziffer aufgrund schwieriger politischer Verhältnisse in betroffenen Regionen. Mit 75% sind in der Mehrzahl Zivilpersonen betroffen.
Kinder sind wegen ortsbedingter Aufgaben wie Hüten der Herden oder Sammeln von Brennholz besonders häufig Minenopfer.
So waren 2006 von den registrierten 796 Opfern in Afghanistan 469 Kinder. Weltweit sind rund ein Drittel der Opfer Kinder.
Minen gehören zu den billigsten Waffensystemen, die sich folglich auch finanzschwache Länder leisten können.
Eine Antipersonenmine kostet zwischen $ 3,- und $ 30,-. Sie zu räumen, kostet nach UN-Schätzungen $ 300,- bis $ 1.000,-. Laut UNO sind weltweit über 110 Millionen scharfe Minen verlegt. Trotz internationalem Verbot werden nach wie vor jährlich Millionen Antipersonenminen hergestellt und gelegt, auch von regulären Truppen (zB. Myanmar). Dabei werden Landminen auch gezielt gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt.
Was ist das Problem?
Zwar bedeutet die Ratifizierung des Ottawa-Abkommens zur Ächtung von Antipersonenminen durch rund 150 Staaten einen großen Schritt im Kampf gegen das Minenproblem; doch auch Anti-Tank bzw. Anti-Fahrzeugminen machen keinen Unterschied zwischen einem Privat-Lastauto und einem Militärfahrzeug!
Neben den „eigentlichen” Landminen bedrohen auch Blindgänger (etwa von Streubomben) noch Jahre nach der Beendigung eines militärischen Konfliktes die Bewohner der betroffenen Gebiete. Diese UXOs (Unexploded Ordnance = nicht detonierte Munition) reagieren äußerst sensibel auf physischen Kontakt und unterscheiden sich daher de facto nicht von den verbotenen Antipersonenminen.
Naturgemäß liegt uns – wie den meisten NGOs – eine effekt-orientierte Auslegung des Begriffs näher als technische Spitzfindigkeiten. Daher richtet sich die Arbeit von GGL-A ungeachtet technisch geführter Diskussionen gegen alle Vorrichtungen, die durch Berührung, Gegenwart oder Nähe einer oder mehrerer Personen zur Explosion gebracht wird und so eine oder mehrere Personen töten, verletzen oder sonstwie außer Gefecht setzen kann.

