Was kann man tun?
Aufklärungsaktionen für bedrohte Menschen
Suche nach explosiven Kriegsrelikten
Beseitigung und Entschärfung
Was kann man tun, um das Leben der Bewohner verminter Gebiete zu erleichtern? Auf welche Probleme stößt man dabei? Welche innovativen Ideen gibt es?
Aufklärungsaktionen
Entminung - das wissen heute die meisten - ist meist langwierig und teuer (und dadurch oft noch langwieriger!). Daher müssen meist Übergangslösungen das Leben der betroffenen Menschen schützen oder zumindest erleichtern.
Wo es möglich ist, werden gefährliche Gebiete abgesperrt oder zumindest gekennzeichnet. In vielen Fällen aber ist auch das nicht so einfach: nicht immer weiß man, wo Minen, Streubomben oder Blindgänger liegen. Erst mühsame Sondierungsarbeit schafft Klarheit.
Besonders wichtig ist es daher, die Menschen, die in kontaminierten Regionen leben, zu schulen. So unglaublich es klingt, oft wissen sie genau so wenig darüber, woran sie die Gefahr erkennen können, wie die meisten Österreicherinnen und Österreicher. Auch Informationen darüber, was man tun kann und muss, wenn man auf explosive Kriegsrelikte stößt, oder was bei einer Hilfeleistung nach einem Unfall zu beachten ist, müssen vermittelt werden.
Dieses Wissen rettet Leben!
Suche nach der versteckten Gefahr
Manchmal hat man Glück:
Wurden Minenfelder "geordnet" angelegt und es gibt darüber auch Aufzeichnungen und Pläne; diese sind allen (Bürger)kriegswirren zum Trotz erhalten geblieben; und auch die Naturgewalten haben nichts an der Lage der Minen verändert.
Meist aber ist es anders: man weiß nicht genau, wo Minen, Blindgänger oder Streubomben auf ihre Opfer lauern; Wegmarken sind von Dschungelpflanzen überwuchert, Minen von Wanderdünen weiter getragen oder von Muren oder Springfluten verfrachtet worden. - Die Menshen, die noch gewusst hätten, wo besondere Vorsicht geboten ist, leben nicht mehr.
Oder die "verdächtigen" Gebiete sind riesig: wertvolles Acker- und Weideland ist daher nicht nutzbar. Infrastruktureinrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser dämmern sinnlos vor sich hin.
Dann - aber auch im Rahmen gezielter Räumungsoperationen - ist es zunächst wichtig, explosive Kriegsrelikte zunächst sicher zu orten. Dabei stößt man auf vielfältige Probleme: herkömmliche (technische) Detektoren erkennen v. a. Metall - wenn zu wenig Metall da ist, lauert die Gefahr weiter im Verborgenen.
Viele Tiere (insbesondere Hunde,
Ratten und Bienen) sind im Stande, die einzige und wichtigste Gemeinsamkeit aller Gefahrenquellen zu wittern: den Sprengstoff. - Aber auch sie haben ihre Grenzen und ihre ganz spezifischen Probleme bei konkreten Einsätzen.
Möglichkeiten und Grenzen der Entschärfungsmethoden
Work in Progress

