PROJEKTLAND BURMA/THAILAND

Projektdauer: seit 2018
Projektpartner: MTC

Prothesen für burmesische Minenopfer
Finanzierung des Jahresbetriebs der MTC-Prothesenwerkstatt

Ende 2017 konnte GGL mit einer Soforthilfe die Prothesenwerkstatt der Mae Tao Clinic in der thailändischen Grenzstadt Mae Sot vor der Schließung bewahren (WEITERLESEN).

In dieser Prothesenwerkstatt versorgen Saw Hla Htun, selbst Minenopfer, und sein Kollege jedes Jahr circa 200 burmesische Minenopfer kostenlos mit Prothesen. Der Großteil von ihnen verlor durch eine Landmine ein Bein oder einen Fuß. Jedes Monat stellen die beiden acht bis neun Beinprothesen und zwei bis drei Fußprothesen für Minenopfer her. Täglich sind sie auch mit der Reparatur von Prothesen beschäftigt. Es ist eine wichtige Arbeit, die den Betroffenen wieder ein selbständiges Leben ermöglicht. Seit 2018 sichert GGL den Erhalt der Prothesenwerkstatt und finanziert dessen Jahresbudget. Dafür brauchen wir Ihre Hilfe.

Wieder mit BEIDEN Beinen im Leben stehen

Jeden Tag werden laut bestätigten Zahlen weltweit ca. 25 Menschen durch eine Landmine getötet oder verletzt. Die Dunkelziffer ist jedoch wesentlich höher, da viele Minenunfälle in Krisenregionen gar nicht gemeldet werden. Endet ein Minenunfall nicht tödlich, hat er zumeist die Amputation von Gliedmaßen zur Folge. Man schätzt, das weltweit über 500.000 Landminenopfer aufgrund ihrer Behinderung lebenslange Unterstützung benötigen. Der Großteil dieser Betroffenen lebt aber in den ärmsten Ländern der Welt. In vielen dieser Länder gibt es weder ein funktionierendes Gesundheitssystem noch eine langfristige Hilfestellung für Minenopfer wie z.B. durch Rehabilitation, Sozialhilfe oder eben die Bereitstellung von Hilfsmitteln wie Prothesen.

Hintergrund

Die Siedlungsgebiete der ethnischen Minderheiten in Burma (Myanmar) sind nach jahrzehntelangen Repressalien durch die burmesische Militärjunta stark vermint. Obwohl es aktuell nur noch sporadisch Kampfhandlungen zwischen den Volksgruppen und dem burmesischen Militär gibt, lebt die Zivilbevölkerung gefährlich. In den bergigen, dicht bewachsenen Siedlungsgebieten im Osten des Landes ist Entminung überaus schwierig und kostspielig. Minenunfälle kommen daher häufig vor.

Ohne funktionierendes Gesundheitssystem sind Verunglückte in einer tragischen Situation. Von den Volksgruppen selbst ausgebildete Medics leisten Erste Hilfe und bringen die Minenopfer in zum Teil tagelangen Transporten zu Fuß, mit Boot oder offenen Geländewagen nach Thailand. Nach der vielfach notwendigen Amputation werden die meisten dieser mittellosen Patienten in die Mae Tao Clinic gebracht, wo sie kostenlose medizinische Nachbetreuung erhalten. Nach der Heilung wird ihnen in der eigenen Prothesenwerkstatt ebenfalls kostenlos eine Prothese angepasst.

Die Mae Tao Klinik ist für die medizinische Versorgung von burmesischen Flüchtlingen und PatientInnen, die hilfesuchend über die Grenze nach Thailand kommen, unentbehrlich. Auch viele Minenopfer profitieren von dieser Institution. Hier werden sie nach dem Unfall gepflegt. Hier erhalten sie Prothesen, die ihnen wieder ein fast normales Leben ermöglichen. Die wichtige Arbeit der Prothesenwerkstatt der Mae Tao Klinik muss sichergestellt werden! Helfen Sie mit!