Am 11. Mai kam es in Afghanistan neuerlich zu einem schrecklichen Unglück, ausgelöst durch die Explosion einer Landmine. Neun Kinder spielten in der Nähe einer Hauptstraße und traten dabei auf die Sprengfalle. Sieben Kinder wurden getötet, zwei weitere schwer verwundet.

Die Explosion ereignete sich in der Provinz Ghazni, südlich der Hauptstadt Kabul. Amanullah Kamrani, ein Mitglied des Provinzrats, sagte laut The international News, dass die Kinder zwischen sieben und neun Jahren alt waren und mindestens vier von ihnen zu einer Familie gehörten.

Jahre des Konflikts haben Afghanistan mit Landminen, nicht explodierten Mörsern, Raketen und selbstgebauten Sprengfallen übersät – und viele werden von neugierigen Kindern aufgehoben oder – wie in diesem Fall – beim Spielen ausgelöst. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden 2018 in Afghanistan 3.804 Zivilisten – darunter mehr als 900 Kinder – durch Landminen und andere explosive Kriegsmittel getötet und weitere 7.000 verletzt. Es war das bisher tödlichste Jahr für Zivilisten in Afghanistan.

Gemeinsam gegen Landminen unterstützt seit 2015 Minenrisiko-Aufklärung und Minenopferhilfe im Distrikt Darwaz im äußersten Nordosten Afghanistans.