Landminen gefährden Menschen weltweit! Auch die Länder des Balkans sind nach wie vor von Landminen betroffen.

Ein verheerender Minenunfall in Bosnien und Herzegowina kostete gestern einer Person das Leben, vier weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Bei den Verunglückten handelte es sich um eine Gruppe von Geflüchteten, die auf ihrer Flucht unwissentlich in ein Minenfeld gerieten. Laut kroatischen Medienberichten flüchtete der Rest der Gruppe in einen nahen Wald und wurde von dort nach Freiräumen eines Wegs durch das verminte Gebiet gerettet. Mehr dazu hier.

Vor der Landminengefahr auf der sogenannten Balkanroute warnte GGL bereits 2015–2016. In einem von GGL finanzierten Projekt wurden Flugblätter mit Warnhinweisen in den angrenzenden Staaten unter den Flüchtenden verteilt. Das traurige Ereignis vom 4.3.21 zeigt, dass sich seither wenig an der Gefahrenlage verändert hat.

Auch in Bosnien und Herzegowina waren wir 2014–2015 aktiv. An die 120.000 Landminen liegen dort versteckt im Boden. Bei der Flutkatastrophe im Mai 2014 strömten Wasser und Schlammmassen mit ungeheuerer Wucht über die Minenfelder, spülten bisher vergrabene Minen frei oder verlagerten sie auf vorher sichere Gebiete. Minenwarnschilder wurden fortgerissen. GGL unterstützte das bosnische Minenaktionszentrum (BHMAC) und finanzierte spezielle Computerausstattung zur raschen Neuerfassung der Minenfelder.

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